Kokosöl oder Palmöl – welches Produkt ist die bessere Wahl?

Kokosöl und Palmöl gehören zu den bekanntesten pflanzlichen Ölen und sind aus vielen Küchen nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig werden sie häufig miteinander verglichen. Immer wieder stellt sich dabei die Frage, ob Kokosöl oder Palmöl die bessere Wahl ist.

Um Ihnen eine Antwort darauf geben zu können, nehmen wir die beiden Öle in diesem Blogbeitrag genauer unter die Lupe. Neben den grundlegenden Unterschieden geht es um ihre Herstellung, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten im Alltag. Außerdem wird beleuchtet, welche Besonderheiten Kokosöl mitbringt und worauf beim Kauf beider Öle zu achten ist.

Unterschied von Palmöl und Kokosöl

Palmöl und Kokosöl werden in vielen Lebensmitteln sowie weiteren Produkten eingesetzt. Doch worin liegt der Unterschied von Palmöl und Kokosöl? Ein genauerer Blick zeigt, dass sich beide Öle in mehreren Punkten voneinander unterscheiden

 

So werden Palmöl und Kokosöl hergestellt

 

Herstellung von Palmöl

Sowohl Palmöl als auch Kokosöl werden aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt. Trotz dieser Gemeinsamkeit unterscheidet sich die Herstellung der beiden Öle in einigen Punkten.

Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen. Nach der Ernte werden die Fruchtstände weiterverarbeitet, um das Öl aus dem Fruchtfleisch zu lösen. Dazu wird das Fruchtmaterial erhitzt und gepresst. Anschließend kann das gewonnene Öl je nach Verwendungszweck weiterverarbeitet oder raffiniert werden. Bei der Ölpalme können durchschnittlich rund 3,8 Tonnen Öl pro Hektar gewonnen werden.

Für neue Ölpalmenplantagen werden jedoch in vielen Anbauregionen große Flächen Regenwald gerodet. Dies führt nicht nur zum Verlust wertvoller Lebensräume, sondern trägt auch maßgeblich zur Freisetzung von CO₂ und zum Rückgang der Artenvielfalt bei.

 

Herstellung von Kokosöl

Kokosöl entsteht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Dieses wird entweder frisch verarbeitet oder zunächst getrocknet und anschließend gepresst. Auch hier bestimmt der weitere Verarbeitungsprozess, ob ein natives oder raffiniertes Kokosöl entsteht. Beim Anbau der Kokospalme liegt der durchschnittliche Ölertrag bei rund 0,7 Tonnen Kokosöl pro Hektar.

Bei der Herstellung von nachhaltig produziertem Kokosöl werden keine Kokospalmen gerodet. Der Anbau erfolgt auf umweltfreundliche Weise, ohne die natürlichen Lebensräume zu gefährden oder negative ökologische Auswirkungen zu verursachen.

 

Haltbarkeit der beiden Öle

Palmöl und Kokosöl zeichnen sich durch eine vergleichsweise gute Haltbarkeit aus. Grund dafür ist der hohe Anteil gesättigter Fettsäuren. Dieser macht sie weniger anfällig für Oxidation als viele andere pflanzliche Öle.

Ungeöffnet ist Palmöl je nach Verarbeitung und Lagerbedingungen in der Regel etwa 18 bis 24 Monate haltbar. Raffinierte Varianten können teilweise auch darüber hinaus verwendbar sein. Nach dem Öffnen sollte Palmöl jedoch innerhalb weniger Monate verbraucht und stets gut verschlossen gelagert werden.

Kokosöl weist eine ähnliche Haltbarkeit auf. Ungeöffnet kann es meist rund 12 bis 24 Monate haltbar sein. Raffiniertes Kokosöl hält sich oft länger als natives Kokosöl. Nach dem Öffnen bleibt Kokosöl bei kühler, trockener und lichtgeschützter Lagerung in der Regel mehrere Monate bis zu einem Jahr verwendbar.

 

Wie sich die Konsistenz von Palmöl und Kokosöl unterscheidet

Die Unterschiede in der Konsistenz von Kokosöl und Palmöl hängen unter anderem mit der jeweiligen Fettsäurezusammensetzung zusammen.

Kokosöl ist in der Regel fest. Es wird jedoch bereits bei relativ niedrigen Temperaturen weich und geht bei etwa 24 bis 26 °C in den flüssigen Zustand über. Beim Abkühlen verfestigt es sich wieder.

Palmöl hingegen weist bei Raumtemperatur häufig eine weichere, cremige Konsistenz auf. Erst bei höheren Temperaturen, etwa zwischen 30 und 39 °C, schmilzt es vollständig und wird flüssig. Bei niedrigen Temperaturen wird das Öl ebenfalls wieder fest.

 

Besonderheiten im Geschmack

Der Geschmack von Kokosöl und Palmöl wird maßgeblich durch den Verarbeitungsgrad bestimmt. Raffinierte Varianten beider Öle sind in der Regel nahezu geschmacksneutral.

Unraffinierte oder native Öle können dagegen charakteristische Aromen aufweisen. Kokosöl besitzt häufig eine milde bis deutlich wahrnehmbare Kokosnote. Die Intensität kann je nach Produkt und Herstellungsweise variieren. Dieser Eigengeschmack kann bei bestimmten Gerichten bewusst eingesetzt werden.

Auch unraffiniertes Palmöl hat einen eigenen Geschmack. Dieser wird als leicht erdig, nussig und aromatisch beschrieben. Aus diesem Grund wird Palmöl in vielen Produkten raffiniert verwendet, um den Geschmack möglichst neutral zu halten.

Damit punktet Kokosöl

Nach dem Vergleich der beiden Öle lohnt sich ein genauerer Blick auf das Kokosöl, da es sich durch bestimmte Merkmale von anderen pflanzlichen Ölen unterscheidet.

 

Vielseitig einsetzbar beim Kochen, Backen und in der Hautpflege

Kokosöl wird aufgrund seiner Eigenschaften in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, unter anderem in der Küche. Dort eignet es sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen und kann für verschiedene Zubereitungsarten verwendet werden. Es wird zum Braten, Dünsten oder Anbraten genutzt und kommt auch in Teigen sowie Backwaren zum Einsatz, wie beispielsweise bei Apfelküchlein.

Darüber hinaus wird Kokosöl auch pur, also ohne weitere Zusätze, zur Haar- und Körperpflege genutzt. Es kann beispielsweise direkt auf Haut oder Haare aufgetragen werden. Daher wird es von vielen Menschen als natürliches Pflegeprodukt genutzt. Auch in fertigen Pflegeprodukten findet Kokosöl häufig Verwendung.

 

Sie möchten mehr darüber wissen, wie Sie Kokosöl in der Körper- oder Haarpflege nutzen können?


In unserem Wissensbeitrag zum Thema Kokosöl für die Haare und Kokosöl zur Körperpflege, stellen wir Ihnen verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor.

 

Häufig weniger stark verarbeitet

Kokosöl ist häufig in nativer Form erhältlich und wird nur gering verarbeitet. Palmöl wird dagegen in vielen Fällen weiterverarbeitet, da es überwiegend als Zutat in industriell hergestellten Produkten eingesetzt wird.

Durch die schonende Verarbeitung ist das Kokosöl weitgehend unverändert. So bleiben natürliche Eigenschaften wie Farbe, Geruch und Konsistenz erhalten. Für viele Anwender ist dies ein wichtiges Kriterium, insbesondere wenn ein möglichst naturbelassenes Produkt gewünscht ist.

 

Besondere Fettsäurenzusammensetzung

Kokosöl enthält überwiegend gesättigte Fettsäuren, die größtenteils zu den sogenannten mittelkettigen Fettsäuren zählen. Dazu gehören vor allem die antibakterielle, antivirale und entzündungshemmende Laurinsäure sowie kleinere Mengen Capryl- und Caprinsäure. Sie werden vom Körper schneller verarbeitet, eher zur Energiegewinnung genutzt und weniger als Körperfett gespeichert.

Auch Palmöl enthält einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren. Dabei handelt es sich jedoch überwiegend um langkettige Fettsäuren, die vom Körper langsamer verarbeitet werden und eher zur Einlagerung als Fettreserve beitragen können. Zudem steht der hohe Anteil gesättigter Fettsäuren in Palmöl immer wieder in der Kritik, da ein übermäßiger Konsum mit ungünstigen Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System in Verbindung gebracht wird.

 

Tipps für den Kauf von Kokosöl und Palmöl

Beim Kauf von Kokosöl und Palmöl sollte auf Bio-Qualität und Zertifizierungen geachtet werden. Bei Kokosöl ist ein Bio-Siegel, wie etwa das EU-Bio-Siegel, ein zentraler Orientierungspunkt. Es weist darauf hin, dass die Kokospalmen nach ökologischen Vorgaben angebaut wurden und bei der Verarbeitung bestimmte Standards eingehalten werden. Gerade bei nativem Kokosöl kann dies ein Hinweis auf eine schonende Herstellung sein.

Auch bei Palmöl ist ein Bio-Siegel relevant. Es gibt Auskunft darüber, dass der Anbau der Ölpalmen ökologischen Richtlinien folgt und auf bestimmte chemisch-synthetische Hilfsmittel verzichtet wird. Da Palmöl jedoch häufig als Bestandteil weiterverarbeiteter Produkte verwendet wird und Teil komplexer Lieferketten ist, werden zusätzlich oft spezielle Zertifizierungen herangezogen.

 

Kokosöl von Dr. Goerg – nachhaltig, kaltgepresst und unraffiniert

Eine besonders hochwertige Wahl ist das native Premium Bio-Kokosöl von Dr. Goerg. Es stammt aus streng kontrolliertem ökologischem Anbau auf den Philippinen. Auf den Einsatz von künstlichen Düngemitteln, Insektiziden und Pestiziden wird dabei konsequent verzichtet.

Nach der Ernte werden die Kokosnüsse in mehreren schonenden Schritten verarbeitet. Sie werden geöffnet, geschält, zerkleinert und behutsam getrocknet. Anschließend wird das weiße Fruchtfleisch kalt gepresst. Das gewonnene Kokosöl wird danach nur noch gefiltert. So bleibt es besonders rein und bewahrt seine natürlichen Inhaltsstoffe.

 

Kokosöl oder Palmöl? Warum Kokosöl überzeugt

Steht die Wahl zwischen Kokosöl oder Palmöl, entscheiden sich viele Verbraucher im Alltag bewusst für Kokosöl. Das liegt vor allem an seiner natürlichen Herstellung, seiner Vielseitigkeit und seinem angenehm feinen Geschmack. Ob beim Backen, Kochen oder in der warmen Küche: Kokosöl lässt sich flexibel einsetzen und wird gerade wegen seiner leicht exotischen Note in vielen Gerichten geschätzt.

Palmöl kommt dagegen vor allem in der industriellen Lebensmittelproduktion zum Einsatz. Dort ist es aufgrund seiner neutralen Eigenschaften, seiner cremigen Konsistenz und seiner guten technischen Verarbeitbarkeit besonders gefragt. Diese Vorteile spielen jedoch in erster Linie bei der Massenproduktion eine Rolle und sind für den privaten Gebrauch meist weniger relevant.